Tibetischer Yoga
Der tibetische Yoga in seiner traditionellen Form ist eine der ältesten Bewegungslehren. Seine Wurzeln hat der tibetische Yoga in der Bönkultur, in der buddhistischen Philosophie und im tibetischen Medizinsystem.
In der authentischen Tradition des tibetischen Buddhismus wurde die Lehre des Yogas stets mündlich in der direkten Linie vom Lehrer zum Schüler überliefert. Die Schüler wurden über Jahrzehnte Schritt für Schritt vom Lehrenden in den Yoga eingeführt. Die regelmässige tägliche Praxis diente als Grundfundament, um den Weg eines praktizierenden Yogis oder einer praktizierenden Yogini zu gehen.
Im tibetischen Yoga ist die Natur der fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Wind und Raum ein zentraler Aspekt. Die fünf Elemente existieren im Makrokosmos sowie im Mikrokosmos.
Gleichgewicht der Elemente
Im tibetischen Yoga nehmen die fünf Elemente einen zentralen Aspekt ein. Das Grundprinzip der Natur basiert auf der Ausgeglichenheit der fünf Elemente. Die tibetischen Yogaübungen widerspiegeln die innewohnenden Qualitäten der fünf Elemente und das Entstehen und Vergehen der ursprünglichen Natur.
Die Übungspraxis ist auf dem Fundament der natürlichen Qualitäten der Elemente Erde, Wasser, Feuer, Wind und Raum aufgebaut. Die Übungspraxis bildet die Basis der äusseren und inneren Gesundheit und wird auch in Beziehung zur tibetischen Medizin und Astrologie betrachtet.
In schwierigen und herausfordernden Zeiten ist es essentiell die Ausgeglichenheit der fünf Elemente ganzheitlich zu stärken. Die konzentrierte und meditative Praxis der Übungspraxis strebt die Ausgeglichenheit von Erde, Wasser, Feuer, Wind und Raum an.