Achtsamkeit im gegenwärtigen Moment

Der gegenwärtige Moment ist der Moment, den wir kaum wahrnehmen und kennen. Unser Dasein gestalten wir damit, in Gedanken eine Zukunft zu konstruieren, die auf Wünschen, Erwartungen, Ängsten, Sorgen oder Eifersucht beruhen, die sich aus den Erinnerungen der Vergangenheit formen.

Dabei vergessen wir unweigerlich im gegenwärtigen Moment präsent zu sein. Dem wertvollsten Moment, denn er ist der Ausdruck des Lebens. Genau in diesem Augenblick schaffen wir uns die Ursachen, deren Ergebnis wir im nächsten Moment der Zukunft erleben werden. Zukünftiges hat ihren Ursprung in der gelebten Gegenwart verbunden mit der Wirkung der vergangenen Gedanken und Handlungen.

Wie aber können wir ganz im gegenwärtigen Moment sein?

Eigentlich ganz einfach, indem wir aufhören an einem anderen Ort als in der Beobachtung des Hier und Jetzt zu sein. Indem wir aufhören, unaufhörlich nutzlose Gedanken zu erzeugen aus denen unbedachte Handlungen entstehen. Indem wir das Selbstgespräch mit uns selbst beenden und die Betrachtung des jetzigen Augenblicks in den Fokus rücken. Alles und jedes penibel analysieren und immer wider aus Neue hinterfragen. Uns an all die Ereignisse der Vergangenheit zu erinnern, an Erinnerungen, die Traurigkeit, Zweifel, Wut oder Ängste erzeugen.

Nutzen wir die Kraft der Achtsamkeit, um die wahre Natur der Realität besser zu verstehen. Rücken wir unsere bewusste Achtsamkeit in den gegenwärtigen Moment - ins Hier und Jetzt. Achtsamkeit ist eine innere Haltung, die immer und immer wieder geübt sein will. Am Ende bleibt kein spektakulärer Zustand, sondern eine wache und klare Präsenz in der Gegenwärtigkeit.

Es gibt Wichtigeres im Leben als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.

Mahatma Gandhi

Achtsamkeit – die Kunst achtsam zu leben

Achtsamkeit ist eine Energieform, die wir entwickeln, wenn wir den Geist zurück zum Körper und zum Atem führen. Dadurch kommen wir in unmittelbare Berührung mit dem was im gegenwärtigen Augenblick in uns und um uns herum vor sich geht. Wir nehmen den Atem bewusst wahr und kommen in unsere eigene Mitte zurück, wir sind vollkommen präsent.

Die Energieform der Achtsamkeit lässt uns das Leben den gesamten Tag erfahren, ob wir Tee trinken, die Wohnung reinigen, zur Arbeit gehen, Einkaufen, einen Pullover stricken oder im Wald spazieren gehen. Im Stehen, Gehen oder Liegen können wir unaufhörlich achtsam sein. Unsere Sprache, unsere Taten und Handlungen werden von einer achtsamen Haltung getragen. 

Achtsamkeit in den Alltag zu integrieren benötigt keine zusätzliche Zeit, vielmehr verbinden wir unsere Handlungen bewusst mit einer achtsamen Ausführung. Die achtsame innere Haltung ist eine Kunst kreativ Wege zu erkunden, um die Energieform der Achtsamkeit und der inneren Zufriedenheit im Alltag zu erzeugen.

Ich bin in meiner Mitte angekommen, ich bin zu Hause bedeutet: Ich will nicht mehr rennen. Ich bin mein ganzes Leben gerannt und bin nirgendwo angekommen. Jetzt möchte ich innehalten. Mein Ziel ist das Hier und Jetzt, die einzige Zeit und der einzige Ort, an dem wahres Leben möglich ist.

Thich Nhat Hanh

Achtsamkeit im Alltag

Die Lehre der Achtsamkeit ist im Buddhismus ein zentraler Aspekt der verschiedenen Methoden der Meditation. Die philosophischen Aspekte des Buddhismus betonen, dass letztlich nur eine kontinuierliche meditative Praxis zu wirklicher Achtsamkeit für den gegenwärtigen Augenblick und spiritueller Reife führen wird. Die Achtsamkeit führt in ihrer methodischen Anwendung zu einem genaueren Erfassen der Dinge und damit zur Einsicht. Eine Einsicht, die nicht durch diskursives Denken vermittelt werden kann und von keinen Vorurteilen oder Vorerfahrungen beeinflusst ist. 

Die alten Weisheiten der Achtsamkeit können auch im westlichen Alltag gewinnbringend integriert werden. In jedem Moment präsent zu sein und vollkommen in der Gegenwart zu leben, ist die Kunst der Achtsamkeit. Dabei ist das stete aktive Bemühen erforderlich, jeden Moment in gleichbleibender Wachheit und aktiver Aufmerksamkeit bewusst wahrzunehmen und zu erfahren. 

Eine besonders aktive Achtsamkeit erfordern die eigenen Gefühle und Emotionen wegen ihres mitreissenden Charakters. Gelingt es, gefühlsmässige und emotionale Reaktionen in der Haltung unerschütterlicher Achtsamkeit zu registrieren und zu verfolgen, werden die Auswirkungen dadurch bereits abgeschwächt. Mit der Zeit kann die achtsame Haltung auf die negativen Reaktionen eine heilsame Transformation auslösen.

Achtsamkeitsübungen wie bewusstes Gehen, Atem und Tee trinken fördern im Alltag die Achtsamkeit für den gegenwärtigen Augenblick. Je mehr Tätigkeiten wir mit Achtsamkeit ausführen, umso tiefer wird die Erfahrung für den gegenwärtigen Augenblick. Ein Frucht achtsam zu Essen ihren Duft und ihr Aroma bewusst aufzunehmen und zu geniessen führt in die Kunst achtsam zu erfahren und zu leben.

Die alltäglichen Achtsamkeitsübungen können durch tägliche Meditationen der Achtsamkeit ergänzt werden. Dabei können verschiedene Formen der Meditation wie Gehmeditation, Atemmeditation oder Sitzmeditation praktiziert werden. Die gelebte Achtsamkeit ist ein Grundfundament, um den Herausforderungen des Lebens gelassen und entspannt zu begegnen.

Du sitzt bewusst in Meditation. Du atmest im Fluss des Lebens. Gedanken, Gefühle und Emotionen ziehen vorbei wie Wolken. Dieser Moment der Achtsamkeit ist vollkommen.

Naomi King Portrait

Naomi King

Inhaberin

Ein zufriedener Mensch ist ein Glücklicher! Mit bewährten Methoden aus Yoga, Meditation und Achtsamkeit öffnen sich neue Perspektiven für Gesundheit, Wohlergehen und innere Freude.

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